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Herren 1 – Landesliga SV Leonberg/Eltingen vs. VfL Herrenberg

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(tho) In einem hochklassigen Landesliga-Spitzenspiel erkämpfte sich der SV Leonberg/Eltingen in eigener Halle ein 8:8-Remis gegen den VfL Herrenberg. Dadurch bleiben beide Teams im Titelrennen dick dabei. Aus Leonberger Sicht musste das Unentschieden nach zwischenzeitlichem 4:7-Rückstand eher als Punktgewinn eingeordnet werden.

Das erste von vermutlich drei spannenden Kapiteln im Titelkampf der Männer-Landesliga wurde am vergangenen Samstag in Leonberg aufgeschlagen, wo es zwischen dem gastgebenden SV und dem VfL Herrenberg, beide bis dato mit zwei Minuspunkten belastet, zum ersten direkten Aufeinandertreffen unter den Top Drei kam. Während der TSV Kuppingen II kein Spiel auszutragen hatte, galt es für die anderen beiden Spitzenteams, mit einem guten Resultat weiter aussichtsreich positioniert zu sein. Und die sechzig Zuschauer mussten ihr Kommen nicht bereuen, denn in spannungsgeladenen 250 Spielminuten schlug das Tischtennisherz oftmals höher. Und dies auf beiden Seiten.

Den etwas besseren Start erwischten die Leonberger, die mit einer 2:1-Führung aus den Doppeln gingen und durch Pablo Zapata Cano auch das erste Einzel des Abends gewannen (glattes 3:0 gegen Max Hering). Leonbergs Kapitän Jürgen Kieser: „Nachdem wir im Hinspiel zu diesem Zeitpunkt bereits mit 0:4 im Hintertreffen lagen, glaubten wir nun, zumal vor eigenem Publikum, mehr denn je an einen Sieg.“ Doch die Gäste aus Herrenberg hielten dagegen. Ein starker Domenico Sanfilippo am Spitzenpaarkreuz sowie Georg Gerlach mit einem in der Höhe überraschenden Dreisatzsieg über Alexander Schappacher schafften postwendend den Ausgleich. Und mehr noch: Durch Erfolge von Piet Herr, Christian Götzner, Max Hering und abermals Domenico Sanfilippo, der hochkonzentriert agierte, erspielten sich die Herrenberger eine aufbauende 7:4-Führung. Max Hering: „Fast alle Spiele waren auf überdurchschnittlich hohem Niveau, diese Begegnung war wirklich einer Landesliga-Spitzenpartie würdig.“

Im weiteren Verlauf spielten sich dann wieder die Leonberger durch Siege von Alexander Schappacher und Jens Seidel in den Vordergrund – bis zum 6:7 aus deren Sicht. Für einen weiteren „big point“ aus Herrenberger Sicht sorgte dann Christian Götzner, der mit dem ausgestatteten Ballgefühl und der notwendigen Lockerheit nach aussichtslosem 0:2-Satzrückstand noch die Partie gegen Tobias Kiefer drehte. Götzner: „Im Nachhinein agierte ich an diesem Abend etwas fahrlässig, da ich im ersten Einzel mit einem glatten Belag spielte und im zweiten Einzel gegen Kiefer wieder den Noppenbelag einsetzte. Ich spielte nicht besonders gut, aber es reichte in beiden Fällen.“ Der finale Showdown folgte dann im Schlussdoppel beim Stand von 8:7 aus Herrenberger Sicht. Max Hering und Andrew Schönhaar lagen im entscheidenden fünften Satz gegen Pablo Zapata Cano/Alexander Schappacher mit 3:7 im Hintertreffen, erkämpften sich aber noch eine 9:8-Führung, um dann doch noch mit 9:11 zu verlieren. So stand am Ende doch ein 8:8-Remis zu Buche, über das sich die Leonberger angesichts des Spielverlaufs mehr freuten als der VfL. Christian Götzner: „Bei uns im Team waren durch die Bank alle in hervorragender Verfassung. Schade nur, dass es nicht zum Sieg gereicht hat.“ Und Max Hering ergänzte: „Durch dieses Unentschieden können wir aus eigener Kraft zumindest den Relegationsplatz erreichen. Es bleibt also spannend.“ Auf Grund des deutlich besseren Spielverhältnisses und der mehr ausgetragenen Spiele bleiben die Leonberger an der Tabellenspitze, am kommenden Wochenende geht es für sie im zweiten Topspiel gegen den TSV Kuppingen II abermals um die Wurst.

Auch die Leonberger Landesklasse-Zweite musste gegen Herrenberg ran – und hatte gegen personell dezimierte Gastgeber leichtes Spiel. Ohne deren Spitzenpaarkreuz mit Tim Sebastian (Urlaub) und Justin Kühne (krank), zudem mit einem infekt-geschwächten Jochen Kugler, gab es für den VfL gegen stark aufgestellte Gäste kaum etwas zu holen. Die Leonberger mit Fabian Haid, Silvan Kurras, Lutz Heck, Martin Riedl, Jan Thomas Kronich und Kevin Höschele waren zwar in einigen Fünfsatzpartien die Glücklicheren, gewannen aber dennoch hochverdient mit 9:1.

Die zweite Mannschaft der SpVgg Weil der Stadt wahrte mit einem Punktgewinn gegen den TTC Mühringen II ihre Chance auf Platz acht in der Landesklasse, der am Ende die Relegation zur Folge hätte. Dank starker Doppel gingen die Weil der Städter mit 3:0 in Führung, mussten dann aber recht schnell den Ausgleich hinnehmen (4:4). Mit drei Fünfsatzerfolgen von Abteilungsleiter Thomas Verleih, Spitzenspieler Sebastian Schulz und einem stark aufspielenden Jörg Rappold kehrte der Gastgeber dann in die Erfolgsspur zurück. Auf Seiten der Gäste brillierte wieder einmal Hannah Sauter, die ihre Einzelbilanz am mittleren Paarkreuz auf 7:3 ausbaute. Letztendlich wurden nach knapp vier Stunden Spielzeit die Punkte geteilt.

In der Frauen-Landesliga hatte die SpVgg Weil der Stadt ausgerechnet im richtungsweisenden Kellerduell beim TTC Lützenhardt II gravierende Personalprobleme. Dass Bettina Westphal an diesem Wochenende fehlen würde, war bereits im Vorfeld bekannt. Dann musste kurz vor der Abfahrt auch noch Katrin Herr krankheitsbedingt absagen, so dass man lediglich mit drei Spielerinnen in den Schwarzwald fuhr – und dementsprechend auf verlorenem Posten stand. Beim 2:8 punkteten lediglich Diana Jocher und die junge Laura Streit. Kapitän Diana Jocher: „Da Lützenhardt voraussichtlich auch in den letzten Spielen in verstärkter Aufstellung antreten wird, rechnen wir nicht wirklich mehr mit dem Klassenerhalt. Die Saison ist krankheitsbedingt einfach unglücklich gelaufen, viel zu oft mussten wir mit Ersatz antreten. Selbst wenn wir absteigen sollten, geht die Welt nicht unter. Dann wird nächste Saison wieder angegriffen.“

(Ein Bericht von Bezirkspressewart Thomas Holzapfel)