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Herren 1 mit Sieg und Niederlage

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Mannschaftsführer Jürgen Kieser musste sein 2. Einzel gegen Herrenberg verletzungsbedingt abgeben
Mannschaftsführer Jürgen Kieser musste sein 2. Einzel gegen Herrenberg verletzungsbedingt abgeben

(tho) Die Herrenberger Landesliga-Männer haben im Spitzenspiel gegen den SV Leonberg/Eltingen eindrucksvoll bewiesen, dass mit ihnen in dieser Saison zu rechnen ist. Nach zuletzt nicht immer voll überzeugenden Auftritten war man zwar im Aufstiegsrennen immer noch bei der Musik, doch stand man nach der Niederlage gegen Kuppingen (6:9) nun gehörig unter Zugzwang. Unter dem Druck, dem Gegner möglichst die ersten Minuspunkte zu verpassen, spielte der VfL dann richtig stark auf. „Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass die Leonberger denken, es würde auch mit achtzig Prozent Leistung gegen uns reichen“, sagte Andrew Schönhaar im Rückblick und verdeutlichte, dass „die Doppel zu Beginn entscheidend waren, da wir dann recht locker in unsere Einzel gehen konnten.“ Andrew Schönhaar und Max Hering hatten in den Doppeln am meisten zu kämpfen, doch mit 11:8 ging der entscheidende fünfte Satz gegen Alexander Schappacher/Jens Seidel an die Herrenberger. Die Formationen Domenico Sanfilippo/Christian Götzner, die überraschend deutlich gegen das SV-Spitzendoppel Pablo Zapata Cano/Felix Schappacher gewannen, und Piet Herr/Georg Gerlach sorgten für die 3:0-Auftaktführung.

Fortan hatten die Gäste nicht nur mit dem VfL, sondern zuweilen auch mit der Zuschauerkulisse zu kämpfen, die wie ein siebter Mann hinter dem VfL stand.  „Wir haben den Gegner heute regelrecht aufgebaut“, sagte Kapitän Jürgen Kieser. In den Einzeln bekamen die Leonberger zwar noch einmal Oberwasser, als drei der ersten vier Partien gewonnen werden konnten, doch die Herrenberger hielten auf eindrucksvolle Art und Weise dagegen. Domenico Sanfilippo gewann zu Beginn gegen den jungen Alexander Schappacher, Christian Götzner hielt mit Fabian Haid einen weiteren Youngster in Schach und Georg Gerlach konnte sich den Defensivkünsten von Routinier Jürgen Kieser erwehren.

Das spannendste Einzel des Abends ging an die Gäste. Domenico Sanfilippo lieferte sich mit Pablo Zapata Cano eine packende Begegnung auf hohem Niveau. Nach 0:2-Satzrückstand kam Sanfilippo zurück ins Spiel (12:10, 11:5), im entscheidenden fünften Durchgang führte dann Alfred Hitchcock Regie. Mit 3:9 schon scheinbar aussichtslos im Hintertreffen, holte die Herrenberger Nummer eins Punkt um Punkt auf – bis zum Matchball, den er bei einer 10:9-Führung allerdings vergab. So zog der Spanier beim 15:13 doch noch den Kopf aus der Schlinge. Entscheidend war dieses Einzel allerdings nicht, denn Andrew Schönhaar, Max Hering nach einem Fünfsatzkrimi gegen Jens Seidel und Christian Götzner machten den vielumjubelten 9:5-Gesamtsieg perfekt. Ein Sieg, der den Herrenbergern weiterhin alle Optionen im Titelkampf offen lässt. Und der vermutlich auch dem TSV Kuppingen II in die Karten spielte. Der Stadtrivale ist nunmehr noch das einzige Team mit einer weißen Weste (10:0), die Verfolger aus Leonberg/Eltingen und Herrenberg (10:2) befinden sich in Reichweite.

Mit den beiden Schappacher-Brüdern Felix und Alexander sowie mit dem Spanier Pablo Zapata Cano spielte der SV Leonberg/Eltingen im Achtelfinale des Bezirkspokals gegen die SpVgg Weil der Stadt (Levente Szarka, Sven Wirth, Stefan Kukulenz). Eine Partie, die durchaus als Endspiel in der höchsten Bezirkspokalklasse ihren Flair hätte. Levente Szarka war an allen drei Weil der Städtern beteiligt, die Leonberger punkteten jedoch ein Mal mehr und zogen mit einem 4:3-Erfolg ins Viertelfinale ein.

 

(Ein Bericht von Bezirkspressewart Thomas Holzapfel)

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